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Die Baskenmütze als politisches und gesellschaftliches Bekenntnis

Kaum zu glauben, aber wahr: Was heute in farbenfreudiger Fröhlichkeit die Köpfe von Trendsettern schmückt, hat eine ziemlich geschichtsträchtige Vergangenheit.

Die Pyrenäen sind aller Baskenmützen Anfang

Früher wurden Baskenmützen in den Gebirgstälern der Pyrenäen und im französischen Baskenland getragen. Ihren Namen verdanken sie einer Unwissenheit von Kaiser Napoleon. Denn als dieser im Baskenland weilte, und dort bei den Einheimischen viele dieser Mützen sah, gab er diesen Kopfbedeckungen ganz spontan den Namen "Baskenmütze". Der wahre Name dieser Mützen war allerdings "Béret". Doch wer widerspricht schon gerne einem Kaiser? Seither darf man das Béret getrost auch Baskenmütze nennen.

Schön Schaf

Béret hin, Baskenmütze her - jenseits dieser müßigen Wortklaubereien ist festzustellen, dass dieser trendige Kopfschmuck ursprünglich die traditionelle gestrickte Wollmütze der Schäfer in den Pyrenäen war. Erst später wurden Baskenmützen gefilzt.

Es lebe die Revolution!

Mit der Französischen Revolution kam die Baskenmütze nach Paris. Ab da stand ihr eine Karriere als modisch maskiertes Erkennungszeichen bevor. Zu beginn waren rote Baskenmützen das leuchtende Signal der navarresischen Bataillone. Dann kamen die zivilen Versionen mit den Farben Schwarz und Dunkelblau im spanischen Baskenland in Umlauf.

Ganz französisch

In Frankreich war die Baskenmütze in den 40er Jahren so beliebt, dass sie fortan auch als "Franzosenmütze" bezeichnet wurde. Tatsächlich gehört die Baskenmütze heute genau so zu Frankreich wie der Eifelturm, das Baguette oder der Rotwein.

Nach so viel "Geschichtschaos" ist es der Baskenmütze heute von Herzen zu gönnen, dass sie nur noch dem fröhlichen Modespaß verpflichtet ist. Und sonst nichts.